Ganga Arati

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von Divya Jyoti

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Lichter am Ganges

Rishikesh ist ein kleiner Ort hoch im Norden Indiens, dort wo der Ganges aus den Himalajas kommt und weiter in die fruchtbaren Ebenen gen Westen fließt. Ich bin schon viele Male dort gewesen und bewohne dieses Mal ein einfaches Zimmer in einem der vielen Ashrams direkt am Ganges, dem heiligen Fluss. Es ist Februar, Temperaturen wie im mitteleuropäischen Sommer.

Allabendlich, wenn die Sonne glutrot im Westen untergeht und die umliegenden Berge in ein zartes Rosa getaucht werden, finden in den Ghats an den Ufern des Ganges Verehrungen (Ganga Arati) statt. Dazu finden sich Einheimische und Besucher aus aller Herren Länder am Flussufer ein. Jeder Ashram, der etwas auf sich hält, lädt dazu ein. Überall werden kleine Pujafeuer entzündet, die sich in dem dunkelgrauen Gewässer widerspiegeln. Lieder zur Verehrung erschallen vielstimmig, durch ein Echo verstärkt, herüber und hinüber. Die kleinen Feuer werden von Swamis auf Blechtellern durch die Luft geschwenkt. Ich fühle mich erhoben, losgelöst, so als würde „Mutter Ganga“, wie der Fluss von der Indern liebevoll genannt wird, mir zentnerschwere Lasten abnehmen. Wie auf Kommando verstummen überall plötzlich die hingebungsvollen Gesänge.

Beinahe lautlos tragen Brahmachayars kleine handtellergroße Schiffchen aus Blattwerk herbei. In die Schiffchen werden kleine Wattedochte gesetzt und angezündet. Viele helfende Hände setzen die zierlichen Bötchen ins Wasser, wo sie schnell von der starken Strömung erfasst werden und der untergehenden Sonne tänzelnd entgegeneilen. Es herrscht Ergriffenheit. Ich fühle, wie man mich meiner Gedanken beraubt, als würden sie mit den kleinen Schiffchen davoneilen. Eine mystische Stille gepaart mit einem unermesslichen Frieden breitet sich in mir aus und erfasst offensichtlich auch alle Umstehenden. Die Schiffchen sind entschwunden, scheinbar von den letzten Sonnenstrahlen aufgesogen, wie meine Gedanken. Die Zeit scheint still zu stehen. Es ist inzwischen stockdunkel.

Da ertönt ein Gong von irgendwoher. Jemand macht Licht und alle schnattern wieder durcheinander. Der übliche indische Lärm setzt wieder ein, als hätte der Augenblick zuvor nie stattgefunden.

Während der Zeremonie singen die Beteiligten zur Ehre von Mutter Ganga folgendes Stotam und folgenden Lieder-Text:

Sri Ganga Stotam

Devi Sureshwari Bhagavathi Gange

Tribhuvana Taarini Tarala Tarange  |

Shankara Mouli Vihaarini Vimale

Mama Mati Raasthaam Tava Pada Kamale ||

 

Sri Gangaa Aarati

 

(1) OM Jaya Gange Maathaa,

Mayya Jaya Gange Maathaa |

Jo Nare Tumako Dhyaathaa

Jo Nare Tumako Dhyaathaa

Mano Veanchchit Phale Paathaa

                        || OM Jaya Gange Maathaa||

 

(2) Chandra See Jyothi Tumhaaree

Jale Nirmale Aathaa, Mayyee

Jale Nirmale Aathaa

Sherane Pade Jo Teree

Sherane Pade Jo Teree

So Nare Tar Jaathaa

                        || OM Jaya ...||

 

(3) Putra Sagar Ke Theare

Sab Jag Ko Jnaathee, Mayyee

Sab Jag Ko Jnaathee

Kripaa Drishti Tumhaaree

Kripaa Drishti Tumhaaree

Tribhuvana Sukha Daathaa

                        || OM Jaya ...||

 

(4) Ek Hi Baar Jo Theree

Sharaneegat Aathaa, Mayyee

Sharaneegat Aathaa

Yam Kee Treas Mitee Ker

Yam Kee Treas Mitee Ker

Parame Gatee Paathaa

                        || OM Jaya ...||

 

(5) Aarati Maathe Tumhaaree

Jo Koyi Nare Gaathaa, Mayyee

Jo Koyi Nare Gaathaa

Daas Vahee Sahaj Men,

Bhakt Vohee Sahaj Men,

Muktee Ko Paathaa

                        || OM Jaya ...||

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Karpoora Gowram Keruneavataaram

Samsaara Saaram Bhujagendra Haaram

Sadee Vasantam Hridayaare Vinde

Bhavam Bhavaanee Sahitam Mamaami

 

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