Sivananda's Heim - Der Dienst durch Sivananda's Heim.
"Füttere die Hungrigen. Kleide die Nackten. Diene den Kranken. Das ist göttliches Leben." -
Swami SivanandaCopyright © THE DIVINE LIFE Trust SOCIETY, Rishikesh, Indien -
Über viele Jahre hat sich in der Nähe von Lakshman Jhula "Sivananda's Heim" entwickelt, das zu einer Zufluchtsstätte für viele Menschen geworden ist, die dringend der medizinischen Versorgung oder besonderen Schutzes bedürfen, und die niemanden haben, der sich sonst um sie kümmert. Dieses Heim ist Teil des Sivananda Ashrams in Rishikesh.
"Ist das Heim niemals überfüllt?" fragen manchmal die Besucher, vor allen Dingen, wenn sie sehen, dass immer neue Patienten kommen. Wundersamerweise erhebt sich diese Frage nie. Es gibt eigentlich keine feste Anzahl verfügbarer Plätze, obwohl alle Betten immer belegt sind. Viele Patienten schlafen bzw. ruhen aus Sicherheitsgründen neben den Betten, weil sie beispielsweise aus dem Bett fallen könnten, wenn ihr Geist unruhig ist, sie von Epilepsie heimgesucht werden, wenn sie sehr schwach sind oder unter Schwindelanfällen leiden. Manchmal verlassen die Patienten auch wieder stillschweigend das Haus oder sie sterben, und sofort begibt sich ein neuer Patient in die Obhut von Gurudev Sivananda.
Worte können die tiefe Bedeutung und das Wunder des Hauses weder beschreiben noch ausdrücken. Doch wenn man an den mental zurückgebliebenen zwanzigjährigen Jungen denkt, der im Juni 2003 aufgenommen wurde, ist man zu Tränen gerührt. Er wurde an der Straße aufgelesen und von Passanten in diese Heimstatt gebracht. Er war ängstlich, aggressiv, lachte, schrie und konnte nur wenige Wörter stammeln: Mamma, Papa, Hand usw. Er hatte keine Kontrolle über seinen Stuhlgang etc. Er hätte eigentlich gewindelt werden müssen. Seine Wörter berührten das Herz des Heims: Gurudev's Mutterliebe und väterlichen Schutz. Nur Gurudev Sivananda sah die Not des verlorenen Kindes und hörte seinen Hilferuf. Nach dem Stuhlgang zu urteilen, muss der Junge viele Tage nur Lehm und Steine gegessen haben. Er war nicht in der Lage normale Nahrung zu sich zu nehmen. Als er den spirituellen Gesängen und der Verehrung Krishnas lauschte, wurde er plötzlich sehr laut, und darum gab man ihm den Namen "Gopal". -
Auf mysteriöse Weise werden Menschen von Nah und Fern zur medizinischen Behandlung, zum Schutz oder zum friedlichen Sterben zum Heim Sivanandas hingezogen. So starb z.B. ein junger Swami, der an TB litt, nach der Aufnahme innerhalb von vier Tagen. Drei weitere Patienten sind ebenfalls innerhalb kurzer Zeit nach der Aufnahme gestorben. -
Doch der Fall von Sunita liegt da vollkommen anders. Sie konnte mit ihren 18 Jahren nicht länger ertragen, von ihrer Stiefmutter geschlagen und ihrem ständig alkoholisierten Vater missbraucht zu werden. Sie hatte irgendwann zuvor mit ihrem Vater Rishikesh besucht und fühlte sich immer wieder nach dort hingezogen. Sie rannte also von zu Hause fort, 300 Kilometer ohne jegliches Gepäck oder Geld. Sie betete am Ufer von "Mother Ganga" und wurde von ehrenwerten Leuten dort aufgelesen und in das Heim gebracht. -
Ein anderer Fall: Im September gab es eine kleine Zeremonie aus Anlass der Geburt eines kleinen Jungen. Die Mutter war 19 Jahre alt, litt in einem kritischen Stadium an TB, als sie vor vier Jahren in das Heim kam. Durch die Gnade Gurudev's wurde sie nach einigen Jahren mit Hilfe intensiver Behandlung und Diät geheilt. Sie kam wieder mit ihrem Ehemann zusammen. Sie verlor ihr erstes Kind. Doch nun gebar sie einen gesunden Jungen. -
Welche wundersamen Begegnungen!