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Copyright The Divine Life Society, Rishikesh Indien - Divya Jyoti
Wer in Deutschland zum Yoga geht, erwartet körperliche Übungen, Haltungen, die
schnell helfen sollen, Spannungen abzubauen. Beim Üben wird jedoch zunächst mit
derselben Anspannung geübt wie tagsüber in der hektischen Welt gearbeitet wird.
Erst unter professioneller Anleitung gelingt es diesen Druck zu überwinden.
Anfangs hat man Probleme, sich auf spannungsfreie Körperhaltungen einzulassen,
sich auch auf das richtige Atmen zu konzentrieren. Man muss Geduld haben, bis
man den Worten/ Anleitungen des Übungsleiters wirklich folgen kann, ihnen
vertraut, sich der Geist auf diese neue Übungsweise einstellt.
Nach einigen Übungsstunden gelingt es mühelos, den Atem in die Körperhaltungen
einzubeziehen, ihn zu kontrollieren. Spannungen lösen sich wie von selbst. Nach
weiteren Wochen regelmäßigen Übens, entdeckt man das durch die tägliche Hektik
scheinbar verloren gegangene Fühlen wieder. Alles wird wie von selbst in
Einklang gebracht. Man wird mehr und mehr zu einem glücklichen Menschen. Doch
man muss regelmäßig üben, mit und ohne Anleitung, jeden Tag. Irgendwann die Art
des Übens in Fleisch und Blut über. Ein schneller Erfolg darf nicht erwartet
werden, auch wenn jegliches Üben dieser Art der Gesundheit dient.
Beinahe unmerklich stellt sich nach einiger Zeit regelmäßigen Übens ein inneres
Gleichgewichtsgefühl ein. Körper, Geist und Seele kommen in Einklang. Das in
unserer hektischen Arbeitswelt häufig unterdrückte Gefühl darf wieder seinen
berechtigten Platz einnehmen. Tägliches Üben, ohne Druck des Alltags, sollte wie
das allmorgendliche Zähneputzen, zur körperlichen Reinigung dazugehören.
Wir wünschen allen Übenden viel Freude und Glück.